Am wichtigsten sind Rollreibung und Luftwiderstand (siehe Grafik).

Wenn man sieht, welche Bedeutung der Luftwiderstand hat, wird sofort klar, warum Rennsportler gebeugt fahren und den Windschatten des Vorherfahrenden suchen. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h, für Radrennsportler nichts besonderes, braucht der Radfahrer 90 Prozent seiner Leistung, um gegen den Windwiderstand anzukämpfen. Im Alltag, bei Geschwindigkeiten zwischen 15 und 25 km/h, hat der auch der Rollwiderstand einen wesentlichen Anteil von 30 bis 50 Prozent an der Summe aller Fahrwiderstände.

Gut gepumpt heißt gut gerollt

Der Rollwiderstand hängt vom Laufraddurchmesser und der verwendeten Bereifung, vor allem aber vom Luftdruck ab. Bei identischem Luftdruck (und ähnlichem Komforteindruck beim Fahren) rollen breite Reifen eher leichter als schmale. Allerdings lassen sich schmale Reifen auch stärker aufpumpen als breite. Der breitere Reifen hat eine größere Innenfläche auf die der Druck wirkt. Druck mal Fläche ergibt Kraft - und die Kraft, die bei einem bestimmten Druck wirkt, lässt den breiten Reifen platzen. Der schmalere Reifen hat eine kleinere Fläche. Weil deshalb hier auch eine kleinere Kraft wirkt, hält er demselben Druck problemlos stand. Demonstration im Studio: Schmale Reifen (oder Schläuche) halten höhere Drücke aus als breite. Reifen mit großem Durchmesser haben bei gleichem Druck oft einen niedrigeren Rollwiderstand als kleinere. Deshalb ist es bei 16 bis 20 Zoll Laufrädern umso wichtiger, die Reifen gut aufzupumpen. Das geht natürlich zu Lasten des Fahrkomforts, der jedoch bei vielen Falt- und Liegerädern, die auf kleinem Reifen fahren, durch eine Federung gewährleistet wird.